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Zwischen den Stühlen

In Sachen Zahlungen entsteht zwischen Lieferant und Abnehmer nicht selten ein Interessenkonflikt. Das Supply-Chain-Management bietet Lösungen, um beiden Parteien gerecht zu werden und das Working Capital Management zu verbessern. Von Sebastian Schmahl und Bernd Sooth von BNP Paribas Deutschland. 

Bei Verhandlungen der Lieferantenkredite stehen CFO’s und Treasurer oft unter großem Druck, um innerhalb kürzester Zeit entsprechende Lösungen für ihr Unternehmen zu finden. Dabei müssen sie sowohl den internen Anforderungen als auch den der Lieferanten gerecht werden: Das eigene Unternehmen will die Bezahlung des Lieferanten so lange wie möglich aufschieben, der Lieferant aber wiederum möchte so schnell wie möglich sein Geld erhalten. Die Handlungsentscheidungen der CFO’s werden durch zusätzliche Abwägungen, wie zum Beispiel eventuelle Skonti-Vorteile, nicht unbedingt erleichtert. 

Innerhalb dieses Spannungsfeldes erfolgt die Verhandlung des Lieferantenkredites. Da in der heutigen Zeit das Thema „Working Capital Management“ in fast jedem Unternehmen eine sehr hohe Priorität besitzt, erfolgt diese Verhandlung häufig unter großem Druck. Ein Bereich des modernen Supply Chain Management (“SCM“) Produkt Portfolios kann hier Abhilfe schaffen. Als Lösung greift das so genannte „Reverse Factoring“ oder auch „Payables Programme“. 

Bei dieser SCM-Lösung werden durch die Einschaltung einer Bank beide Seiten des oben beschriebenen Spannungsfeldes zu gleichen Teilen bedient und können somit ihren internen Anforderungen gerecht werden. Der Lieferant kann hierbei auch häufig von der besseren Bonität seines Abnehmers profitieren, wenn z.B. ein mittelständisches Unternehmen an einen Großkonzern liefert. 

Diese Form der Finanzierung umfasst ein vertragliches „Dreiecksverhältnis“ zwischen dem Unternehmen, seinen Lieferanten und der Bank. Die Finanzierung wird abgestellt auf die Bonität des Unternehmes, welches die Ware abnimmt. 

Das Zahlungsziel wird zu marktüblichen Laufzeiten verlängert (z.B. von 30 auf 90 Tage) und die Bank kauft die Forderung vom Lieferanten sofort oder nach den ursprünglichen 30 Tagen an. Somit erhält der Lieferant sein Geld wie bisher oder sogar früher und das abnehmende Unternehmen erhält ein verlängertes Zahlungsziel. Beide Seiten haben somit ihr Ziel der Optimierung der Zahlungsströme erreicht. 

Aus geschäftspolitischen Gründen kann die Bereitschaft des Lieferanten, die Zahlungsziele vertraglich zu verlängern, dennoch eingeschränkt sein. Auch für diese Konstellation gibt es eine Finanzierungslösung. Durch Einschalten einer Drittpartei (in diesem Fall einer Handelsgesellschaft) kann der Lieferant die üblich vereinbarten Zahlungsziele beibehalten und die zwischengeschaltete Handelsgesellschaft verlängert das Zahlungsziel gegenüber dem Unternehmen. Die Finanzierung der Handelsgesellschaft erfolgt widerum durch die Bank. Hierbei hält eine internationale Großbank wie BNP Paribas mit ihrer hundertprozentigen Tochter, der Utexam, eine derartige Handelsgesellschaft als gruppeninterne Lösung bereit. 

Die Produktpalette des SCM bietet somit manigfaltige Lösungsansätze zur Unterstützung des Working-Capital-Managements der Unternehmen. Da jedes Vertrags- und Lieferverhältnis Besonderheiten aufweist, ist der Einsatz der SCM-Produkte grundsätzlich eine maßgeschneiderte Lösung, bei der vorhandene Produktbausteine entsprechend den Anforderungen modifiziert und gekoppelt werden, um so kundenspezifisch eine optimale Steuerung des Working-Capitals zu ermöglichen. 

Sebastian Schmahl, Head of Business Center München, BNP Paribas, und Bernd Sooth, Head of Global Trade Solutions Germany/Austria/Czech Republic, BNP Paribas


Artikel vom: 2013-04-29 11:29:00
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