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Der sichere Aufstieg in die Wolke

Cloud Computing ist der aktuelle Megatrend in der Informationstechnik (IT). Die erforderliche Infrastruktur (Software, Teile der Hardware-Ausstattung) wird durch die Kunden der Anbieter nicht mehr am eigenen Rechner vorgehalten, sondern in Echtzeit über das Internet bereitgestellt – „in der Wolke“. Die Leistungsfähigkeit, die Sicherheit der Infrastruktur, die Anbindung der Services und die Expertise der Anbieter werden stetig besser. Dennoch gibt es erhebliche Vorbehalte. Das liegt insbesondere an den Fragen nach der Datensicherheit und dem -schutz.

Diese Sorgen hat sich die ­Europäische Kommission zu Herzen genommen und im September eine umfangreiche Strategie zum Cloud Computing veröffentlicht. Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollen einheitliche technische Standards die Übertragung von Daten erleichtern. Die Vorschriften zum Schutz der Daten sollen ebenfalls vereinheitlicht, aber auch mit anderen Ländern, in denen Cloud Services eine große Rolle spielen, abgestimmt werden. Musterverträge und verbindliche Regelungen werden dafür geschaffen. Das Ziel ist ein erhebliches Wirtschaftswachstum, neue Arbeitsplätze und deutliche Energieeinsparungen. Bereits heute gibt es Anwendungen und Lösungen, die einen hohen Sicherheitsstandard bieten. Mitunter sind diese Lösungen rechtlich sowie technisch sogar besser als die ­eigene IT.

Ausgangspunkt ist eine Analyse der eigenen Sicherheitsanforderungen in der Planungsphase der Auslagerung in die Cloud. Das Schutzniveau der Daten und die geplanten Anwendungen sind zu definieren. Dann kann eine Vorauswahl geeigneter Anbieter erfolgen. In den Vertragsverhandlungen ist auf die Definition messbarer Kennzahlen, auf ausreichende Prüfungsrechte, auf den Umgang mit Schadensfällen sowie auf den Exit aus der Anwendung zu achten. Ausreichende Sicherheitskonzepte, die Definition von Verantwortlichkeiten und die laufende Über­wachung sind ebenfalls unerlässliche Bestandteile der vertrag­lichen Vereinbarung.

Inzwischen gibt es interna­tional anerkannte Check-Listen und Vertragsbedingungen, die von Nutzergruppen gemeinsam mit den Anbietern entwickelt wurden. Die deutschen und europäischen Datenschutzbehörden haben zudem speziell zu den datenschutzrechtlichen Fragen in der Cloud Hinweise veröffentlicht, die den internationalen Einsatz des Cloud-Computing unterstützen. Wenn also der IT-Manager, der Datenschutzbeauftragte und der Leiter Einkauf des Unternehmens gemeinsam mit einem im Outsourcing erfahrenen juristischen Berater die Gestaltung der Anwendungen vorbereiten und verhandeln, kann der Aufstieg in die Wolke gelingen.

Auf internationaler Ebene wird die Implementierung von Standards für Interoperabilität und Informationssicherheit eine der zentralen Aufgaben in den kommenden Jahren sein. Cloud Computing sollte daher schon heute zum festen Bestandteil jeder IT-Strategie gehören, um die gegebenen Chancen zu nutzen.

Felix Weidenbach,
Partner der
RölfsPartner Rechtsberatung


Artikel vom: 2012-11-27 14:56:00
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