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Nimmermüde Arbeiter

Ein Grundbedürfnis in Deutschland ist der Fortschritt. Besonders viele Arbeitsplätze hängen inzwischen direkt oder indirekt von der Indus­trie ab. Um weiterhin konkurrenzfähig zu sein, sind Roboter in diesem Zusammenhang wesentliche Bestandteile der Zukunft. Sie sind zuverlässig, arbeiten fehlerfrei und brauchen keine Pausen. Der Markt entwickelt sich schnell, neue Generationen der Maschinen finden mehr und mehr Einzug in mittelständische und kleine Unternehmen.

Die Zukunft der Roboter liegt im Servicebereich und in neuen Anwendungen für die Industrie, darin sind sich viele Experten der Branche einig. Es zeichnen sich dabei zwei Trends ab: Der eine ist, dass Roboter immer günstiger werden und schneller ihre Arbeiten verrichten. Das ist vor allem für immer wiederkehrende Abläufe von Interesse. Schließlich muss die Investition für ein Unternehmen auch rentabel sein. Der andere ist, dass ihre künstliche Intelligenz zunimmt und sie somit komplexe oder gefährliche Aufgaben übernehmen können: sei es mehrere Arbeitsschritte miteinander zu kombinieren, Hitze, Kälte oder Druck zu widerstehen oder unter Wasser problemlos zu funktionieren. Immer wieder betonen ­dabei Hersteller, dass Roboter den Menschen nicht ersetzen, sondern ihn vielmehr bei schweren und unangenehmen Arbeiten unterstützen sollen.

Initiative für kleine und mittelständische Firmen

Doch der Mittelstand ist noch sehr reserviert gegenüber Robotern. Die europäische Forschungsinitiative SMErobotics hat sich daher auf die Fahne geschrieben, den Robotereinsatz in kleinen und mittelständischen Unternehmen zu revolutionieren. Die Vision ist ein Roboter, der ohne hohen Programmieraufwand einfach und intuitiv zu bedienen ist, der selbsttätig und interaktiv vom und mit dem Werker lernt, der mitdenkt und mit dem Menschen zusammenarbeitet statt nur neben ihm her. „SMErobotics soll die technischen Grundlagen für wirtschaft­liche und intelligente Roboterlösungen in kleinen und mittelständischen Fertigungen schaffen“, formuliert Projektkoordi­nator Martin Hägele vom Fraunhofer IPA das Ziel der Initiative, die auf vier Jahre angelegt ist und von der EU gefördert wird. Die Forschungsinitiative knüpft an das Vorgängerprojekt „SMErobot“ an, das von 2005 bis 2009 ebenfalls vom Fraunhofer IPA koordiniert worden war, und setzt dabei einen Schwerpunkt auf die Erwei­terung moderner Industrieroboter um ­kognitive Fähigkeiten wie das Erfassen von Situationen, die Belehrung durch den Werker oder das maschinelle Lernen. Führende europäische Roboterhersteller wie Comau, Güdel, Kuka und Reis sind als Partner dabei.

Besonders die Automobilbranche hat die Entwicklung der Roboter entscheidend mitgeprägt. Es gibt heutzutage alle erdenklichen Formen, Größen und Variationen. Sonderwünsche, quasi den Roboter nach Bedarf, erfüllen nahezu alle Hersteller. Auf diesen Geschmack sind inzwischen auch die ersten Mittelständler gekommen. Zumal der Platz, den die nimmermüden Arbeiter brauchen, immer weniger wird und der Einsatz somit für überschaubare Produktionshallen interessanter wird. Während beispielsweise Hersteller-Gigant Kuka früher ausschließlich die Automobilbranche belieferte, kommen inzwischen die hauseigenen Roboter auch in der Nahrungsmittel-, Kunststoff- und Elektronikindustrie zum Einsatz. Ebenso sind sie nicht mehr aus der Metall-, Holz- und Steinverarbeitung, im Bereich Aero­space und erneuerbare Energien sowie auf dem Entertainment-Gebiet wegzudenken. Kurz gesagt: Roboter haben inzwischen nahezu alle Bereich der Indus­trie erobert.

Große Vorteile gegenüber Spezialmaschinen

Finanziell ist ein solcher Helfer nach wie vor kein Pappenstiel. Die Kosten liegen in der Regel im sechsstelligen Bereich,  nach oben sind fast keine Grenzen gesetzt. Doch auf lange Sicht rechnet sich die Investition. Die Lebensdauer eines Roboters liegt normalerweise zwischen acht und 15 Jahren. Wenn er nicht überlastet wird, können es sogar deutlich mehr werden. Ein weiterer Vorteil gegenüber Spezialmaschinen: Sollten sich im Lauf der Zeit die Produktionsabläufe ändern, muss nicht zwangsläufig ein neuer Ro­boter angeschafft werden. Häufig kann der bestehende umgerüstet und somit für die neue Aufgabe einsatzfähig gemacht werden.

Industrieroboter sind inzwischen sehr weit entwickelt. Viele Mittelständler können davon profitieren, die Produk­ti­vität und damit die Wettbewerbsfähigkeit in einem globalisierten Markt nimmt durch diesen unermüdlichen Arbeiter zu. Und genau das ist es, was ein Unternehmen, das in Zukunft erfolgreich sein will, ausmacht.

Julian Reusch


Artikel vom: 2012-11-25 14:45:00
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