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Blick zum Nachbarn

Um sich zu verbessern, muss man wissen, wie gut man ist – dies gilt auch für Betriebe. Beispielsweise können Unternehmen ihre Innovationsleistung bestimmen, indem sie ihren ­For­schungs- und Entwicklungs-(FuE-)Anteil am Umsatz, den Umsatzanteil mit Produkt­innovationen sowie deren Zeit bis zur Marktreife bestimmen. Ihre Performance können sie über ihre Leistung in den Bereichen Produktivität, Fertigungslaufzeit, Lieferzeit, Ausschussquote und Termintreue beurteilen. Bei der Einschätzung der eigenen Performance kann auch der „Blick über den Tellerrand“ helfen – der Vergleich mit Unternehmen, die unter ähnlichen Bedingungen arbeiten.

Innovation über das Produkt hinaus

Das „Performance“-Benchmark basiert auf aktuellen Daten, die das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI bei rund 1 600 Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes erfragt hat. Diese repräsentative Stichprobe wurde 2012 im Rahmen der Unter­suchung „Modernisierung der Produk­tion“ erhoben: Diese Umfrage ist die breiteste Er­fassung von Modernisierungstrends in produktions- und technologie­orientierten Unternehmen in Europa. Die Kennzahlen beschränken sich nicht auf typische ­Aspekte des Innovationsverhaltens wie die Entwicklung neuer Produkte, sondern berücksichtigen weitere wichtige betriebliche Innova­tionsfelder wie technische und organisa­-to­rische Prozessinnovationen sowie produktbegleitende Serviceinnovationen.

Die Forschungsergebnisse dieser und anderer Studien fließen in zahlreiche Projekte und Publikationen des Fraunhofer ISI ein. Jetzt können die Zahlen auch von Unternehmen genutzt werden, denn das Fraunhofer ISI bietet neben „Performance“ drei weitere Online-Benchmarks über das Portal an: Mit „Business Excellence“ können Betriebe ihre innovationsfördernden Personalmaßnahmen und Managementkonzepte sowie ihre Innovations- und Leistungsergebnisse mit Wettbewerbern vergleichen. Auch die Wandlungsfähigkeit, Flexibilität und Stabilität der Produktion wird für Unternehmen vor dem Hintergrund der gestiegenen Dynamik auf internationalen Absatzmärkten zunehmend zum wichtigen Wettbewerbsfaktor. Um zu überprüfen, wie sie in diesen Bereichen aufgestellt sind, können sich Unternehmen mit den Benchmarks „Wandlungsfähigkeit“ und „Flexibilität und Stabilität“ entlang von Kennzahlen zur Output-Performance sowie zur Nutzung technologischer und organisatorischer Befähigerkonzepte mit Wettbewerbern vergleichen und Verbesserungspotenziale identifizieren.

Alle Benchmarks basieren auf konkret messbaren Indi­katoren und Kennzahlen der betrieblichen Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit, die sich in mehreren Forschungsprojekten des Fraunhofer ISI als relevante und aussagekräftige Stellhebel und Erfolgsgrößen herausgestellt haben und un-ter wissenschaftlichen Krite­rien erhoben wurden. Durch diese wissenschaftliche Faktengrundlage werden die Vergleich­barkeit und Aussagekraft der Selbstverortung sichergestellt, das Risiko von Verzerrungen aufgrund subjektiver Selbsteinschätzungen wird minimiert.

Da auch zwischen Un­ternehmen innerhalb einer Branche große Heterogenität herrscht, würde die Auswahl der gleichen Branche nicht ­genügen. Deshalb kann sich ­jedes Unternehmen die passende Referenzgruppe zurechtschneiden, die aus Betrieben mit ähnlichen Eigenschaften bezüglich Mitarbeiterzahl, Seriengröße und Produktkomplexität besteht.

Lücken erkennen und schließen

Anhand der Auswertung können die Unternehmen ihre Marktposition bestimmen und Optimierungsbedarf erkennen. Zudem erhalten sie Informa­tionen über Innovations- und Modernisierungsstrategien vergleichbarer Unternehmen und können auf dieser Grundlage Maßnahmen zur Verbesserung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit entwickeln.

Das Portal ist seit Anfang November unter www.indus­triebenchmarking.eu erreichbar. Das aktuell vier Module umfassende Angebot wird stetig erweitert und ausgebaut.

Spomenca Maloca
und Oliver Som,
Fraunhofer ISI


Artikel vom: 2012-11-20 14:21:00
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