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Ein schwieriger Fall

Das Unternehmerver­mögen umfasst klas­sischerweise neben liquidem Privatvermögen und Immobilien vor allem die Unternehmensbeteiligung. Diese macht meist den größten Anteil des Unternehmervermögens aus und ist somit der Mittelpunkt aller Vermögenswerte. In der traditionellen Kapitalverwaltung werden jedoch gerade diese Komponenten und die ­daraus resultierenden Interdependenzen zwischen Firma und ­anderen Anlagegegenständen häufig völlig ausgeblendet.

Anstatt der Dynamik und der hohen Komplexität des ­unternehmerischen Vermögens durch gezielte ganzheitliche Analysen Rechnung zu tragen, ist das klassische Private Banking bei Unternehmerkunden auf das liquide Vermögen spe­zialisiert. Für den Firmenchef bedeutet das: Zum einen werden Risiken im Gesamtportfolio missachtet, zum anderen wird er mit dem zusätzlichen Koor­dinations- und Verwaltungsaufwand seiner Vermögensanlagen allein gelassen.

Ein moderner Beratungsansatz für Unternehmer muss daher kaufmännisch und indi­viduell geprägt sein sowie die Komplexität des Unternehmervermögens widerspiegeln. Der Berater optimiert nicht nur das liquide Kapital, sondern er entlastet den Unternehmer auch nachhaltig bei der Koordination und Verwaltung aller Bestandteile seiner Finanzen.

Die Herausforderung der Betreuung eines Unternehmers ist somit, dem Firmenlenker spezialisierte Einzeldienstleistungen anzubieten, diese aber auch ganzheitlich aufeinander abzustimmen. Die Betreuung findet vornehmlich auf der Gesellschafterebene statt, sie kollidiert nicht mit der häufig gewünschten Trennung der Bankbeziehung zwischen Privat- und Firmenseite. Der Aufgabenbereich des Beraters wird hierbei erweitert, er agiert dann als strategische Schaltzentrale zwischen dem Unternehmen, der Familie und dem Vermögen. Das Verständnis für diese drei Komponenten ist gerade bei komplexen Nachfolgethemen besonders relevant.

In einem strukturierten Prozess müssen Ziele und zen­trale Herausforderungen an der Schnittstelle von unternehmerischem und privatem Vermögen diskutiert und gelöst werden. Die Einbindung der gesamten Familie des Unternehmers zum Beispiel durch die gemeinsame Erarbeitung einer Familienverfassung runden die Beratung neben Tätigkeiten wie Familien-Cash-Management, Begleitung von Transaktionen und Vermögenskonsolidierung ab.

Die moderne Unternehmerbetreuung kehrt letztlich an die Wurzeln des Privatbankiers zurück und ermöglicht dem ­Firmenbetreiber, seine verfügbaren Ressourcen für die beiden eigentlich wichtigsten Bestandteile seines Lebens zu verwenden: seine Familie und sein Unternehmen.

Christian Drewes,
Unternehmer Office
der Berenberg Bank


Artikel vom: 2012-12-29 10:41:00
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