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Über-All gibt's Schäden

Auch wenn die Energiewende nicht so flott vorankommt wie gedacht: An Investitionen in die umweltfreundliche Versorgung mit Strom und Wärme führt kein Weg vorbei. Der Mittelstand ist dabei eine treibende Kraft. Zum Beispiel im Saarland: Laut der „SaarLB-Trendstudie Erneuerbare Energien“ planen dort rund 50 % der mittelständischen Unternehmen, in den nächsten fünf Jahren im Bereich erneuer­bare Energien zu investieren. Die Firmen versprechen sich eine bessere Planbarkeit ihrer Kosten und eine größere Unabhängigkeit von Energielieferanten. Auch bei der zur Münchner Strasser Unternehmensgruppe gehörenden MEP Solar registriert man Interesse. „Die Speichertechnologie zum Ausgleich von Schwankungen ist auf einem guten Weg und Mittelständler investieren auch aus wirtschaftlichen Gründen weiter in umweltverträgliche Energien“, sagt Firmenchef Konstantin Strasser.

Die MEP Solar ist Spezialist für den Aufbau von Solardach­anlagen. Sie übernimmt Planung und Montage sowie Inbetrieb­nahme und Finanzierung der Anlagen. Der Komplettdienstleister legt aber auch Wert auf Risikovorsorge. „Wir bieten gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Allianz prinzipiell einen All-In-Versicherungsschutz zu den Kondi­tionen eines Gruppenvertrags an, die ein einzelner Versicherungskunde so nicht bekommen würde“, sagt Strasser. Schäden an der Anlage sind damit ebenso abge­sichert wie Ertragsausfälle oder Mindererträge. Auch die Risiken von schwächeren Leistungen der Solarmodule oder Unterbrechungen des Stromnetzes sind abgedeckt. Die über drei Jahre laufenden Versicherungsverträge bringen zusätzlich Entlastung im Schadensfall. „Wir wickeln für den Kunden den Schaden ab und können der Versicherung dabei mit unserer langjährigen Erfahrung auf Augenhöhe gegenübertreten“, sagt Strasser. Aus seiner Sicht macht der Service auch Sinn: „Wenn es immer wieder zu Versicherungsproblemen käme, würde das auch ein schlechtes Licht auf uns werfen“, sagt Strasser.

Strom-Tankstellen auf deutschen Dächern

Insgesamt tanken bereits mehr als 1 Mio. Photovoltaik-­Anlagen Sonne auf Deutschlands Dächern. Dazu gehören viele Privatleute, aber Solarmodule bedecken auch immer häufiger Fabrik- und Lagerhallen von Firmen. Längst nicht alle können sich jedoch auf vorgefertigte ­Versicherungskonzepte wie im Fall der MEP Solar verlassen. Da lohnt es sich, über Risiken und Möglichkeiten genau Bescheid zu wissen.

Wer die Module selbst aufs Dach baut oder als Unternehmen mit der Installation beauftragt ist, braucht eine Montageversicherung. Gedeckt werden können damit alle Lieferungen und Leistungen für die Errichtung des ­Objekts genauso wie die Montageausrüstung. Schäden durch Ungeschicklichkeit sind ebenso versichert wie Konstruktions-, Be­­rechnungs-, Material- oder Mon­tagefehler. Auch der Diebstahl oder höhere Gewalt fällt ­unter den Schutz. „Mit unserer Transport- und Montagebetriebsunterbrechungs-Versicherung können darüber hinaus die Folgen eines schadenbedingt verspäteten Projektabschlusses versichert werden“, sagt Susanne Seemann, Sprecherin von Allianz Deutschland. Solche All-Gefahren-Policen decken in der Regel alle Sachrisiken von Sturm und Hagel bis hin zu Blitz, Schneelast sowie Vandalismus ab und sollten unbedingt auch die Feuergefahr einschließen. Nahezu unverzichtbar ist der Abschluss einer Betriebsunterbrechungsversicherung. „Sie übernimmt im Fall einer sachschadenbedingten Unterbrechung die fortlaufenden Kosten sowie die Einspeisevergütungen, die während des Unterbrechungszeitraums nicht erwirtschaftet werden können“, betont Seemann.

Bei alldem sollten Unternehmer auch auf die eigene Schadensvorsorge achten. Wenn nicht fachgerecht gearbeitet wurde, so betonen die Experten des Versichererverbands GDV, übernimmt die Assekuranz das Risiko nur ­bedingt oder bietet gar keinen Schutz an. „Betreiber sollten ihre Photovoltaik-Anlagen nur von qualifizierten Fachbetrieben beziehen und bei größeren Einrichtungen unsere erfahrenen Ingenieure von Beginn an in die Planung einbeziehen“, rät Herbert Rossak, Leiter Technische Versicherungen bei der Versicherungskammer Bayern (VKB). Er verweist darauf, dass das Ausmaß der Schäden in der jungen Technik derzeit ansteigt. „Viele Anlagen wurden in der Boomphase der Jahre 2009 und 2010 schnell und zum Teil nicht fachgerecht montiert, um noch rechtzeitig Fördergelder beziehen zu können“, weiß Rossak. Aufgrund der Schäden müssten Prämien und Selbstbehalte nun an die Schadensentwicklung angepasst werden. Derzeit liegen die Mindestprämien für kleinere Anlagen bei jährlich 80 Euro, für größere In­stallationen zwischen 3 000 Euro und 5 000 Euro.

Gut beraten im Wirrwarr der Policen

Die VKB unterstützt mit ihren Versicherungen den Ausbau der erneuerbaren Energien in einer führenden Marktposition mit Deckungen für bundesweit mehr als 80 000 Photovoltaik-Anlagen. Das Unternehmen versichert in diesem Bereich beispielsweise ein Drittel aller bayerischen Anlagen. Einen All-Gefahren-Schutz bei der Energiegewinnung durch Biogas bietet die Maschinenversicherung, wobei für das Brandrisiko zusätzlich eine Feuerversicherung abgeschlossen werden muss. „Besonders wichtig sind auch Policen für den Ertragsausfall, die beispielsweise bei Schäden die eingegangenen Finanzierungsverpflichtungen absichern“, sagt Rossak.

Norbert Hofmann


Artikel vom: 2012-10-15 11:41:00
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