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Eine Rüstung für die Firma

Ein gutes Klima gehört für das mittelständische Unternehmen Lauxen Lüftungsbau im rheinischen Vallendar zum täglichen Geschäft. Die Firma installiert Lüftungsanlagen und Kühlsysteme in Supermärkten und Einkaufszentren ebenso wie bei Banken, in Fabrikhallen oder bei einer Fastfood-Kette. Auch im Ausland sind die Leistungen des Klima- und Lufttechnikspezialisten gefragt – ob bei Seat oder Fiat, ob in Spanien oder der Schweiz: Mit seinen etwa 30 Mitarbeitern erwirtschaftet das Unternehmen jährlich Umsätze von 3 Mio. bis 4 Mio. Euro.

Wer so gut im Geschäft ist, muss auch seine Ri­siken absichern. „Wir haben ­gemeinsam mit unserem Ansprechpartner der Münchener Verein Versicherungsgruppe mögliche Gefahren gründlich analysiert und dann gezielt Vorsorge getroffen“, sagt Firmenchefin Heidi Lauxen.

Dabei geht es in der Regel um Schäden, die das Unternehmen im Ernstfall nicht so einfach mal schnell aus der eigenen Kasse zahlen kann oder will. Die Feuerversicherung für das Gebäude oder der Policenschutz gegen Einbruch und Diebstahl gehören ebenso zur Grundabsicherung wie die Vorsorge gegen Leitungswasser- und Sturmschäden sowie der – einer Hausratversicherung im privaten Bereich vergleichbare – Versicherungsschutz für Geschäftsinhalte.

Mit Blick auf mögliche Schäden bei Dritten muss das Unternehmen zudem auch den Kunden gegenüber deutlich machen, dass es für den Ernstfall vorgesorgt hat. „Die Betriebshaftpflicht ist das Nonplusultra, ohne diesen Versicherungsschutz bekämen wir gar keine Aufträge“, sagt Lauxen. Das liegt daran, dass ­sogar aus einem vielleicht eher kleinen Malheur beträcht­liche Folgeschäden entstehen können. Würde etwa eine undichte Stelle in der Kühldecke größere Wasserschäden in gewerblichen Gebäuden verursachen, liegt dort vielleicht auch noch gleich der Betrieb mehrere Wochen lahm. Ebenso kaum ­kalkulierbar ist das Ausmaß der finanziellen Folgen, wenn Per­sonen unter einem betrieblich verursachten Unglück leiden würden. „Wir haben in die Haftpflicht deshalb auch keine Selbstbeteiligung aufgenommen“, sagt Heidi Lauxen.

Anders ist das bei der Versicherung für die betrieblichen Fahrzeuge, weil eine Kfz-Vollkasko ohne Selbstbeteiligung viel zu teuer wäre. Besonderer Versicherungsschutz ist darüber hinaus für Großgeräte wie die vom Betrieb eingesetzten Stapler notwendig. Auch hier gilt es, für ­Gebäude- und Personenschäden im Fall eines Umkippens vorzusorgen. Auf die Transporter wiederum wurde eine Inhaltsver­sicherung abgeschlossen, da bei einem Unfall hochwertige Frachten zerstört werden könnten.

Und nicht zuletzt hat das Unternehmen mit einer Rechtsschutzversicherung für die Kosten juristischer Auseinandersetzungen vorgesorgt. Die Firmenchefin legt bei all dem Wert darauf, den gesamten Versicherungsschutz aus einer Hand abzurufen. „Wir wollen einen konstanten Ansprechpartner, den wir kennen und zu dem wir auch persönlich Vertrauen haben“, erklärt Lauxen die Hintergründe. Zusätzlicher Vorteil: Im Schadensfall kann man darauf verweisen, dass man mit der Gesellschaft über eine ganze Reihe weiterer Policen in Geschäftsverbindung steht. Und nicht zuletzt winken auf dieser Basis dann auch Rabatte, wenn beispielsweise für betriebliche Fahrzeuge Neuabschlüsse anstehen. 

Der Mittelständler Lauxen hat den Versicherungsschutz ganz gezielt auf die individuellen Risiken seiner Geschäftstätigkeit abgestimmt. Neben dem Basisschutz durch Sach- und Haftpflichtpolicen können je nach Branche und Unternehmen aber auch andere Absicherungen ­Vorrang haben. Ein Druckerei­betrieb etwa wird sich speziell gegen Defekte an den Maschinen absichern. Ein Autohändler oder die Kfz-Werkstatt findet am Markt spezielle Policen für den Fall, dass die auf dem Unternehmensgelände abgestellten Fahrzeuge beschädigt oder entwendet werden.

Oft noch zu wenig Beachtung finden zudem die relativ neuartigen IT-Risiken. „Rechtsprechung, Gesetzgebung und auch die technischen Grund­lagen sind im raschen Wandel“, mahnt David Groth, Experte für Industrie- und Firmenkunden bei Axa. Ob verloren gegangene Daten, Softwarefehler oder Hackerangriffe: Es drohen beträchtliche Vermögensschäden wie zum Beispiel der Mehraufwand für die Datenwiederherstellung oder sogar ein vorübergehender Stopp der betrieblichen Aktivi­täten. „Unternehmen sollten prü­fen, ob solche Kosten bereits in beste­henden Deckungen eingeschlossen sind oder ob der Schutz sinnvoll erweitert werden kann“, rät Groth.

Häufig unterschätzt wird auch das Risiko wirtschaftskrimineller Handlungen von Mit­arbeitern oder Dritten, deren finanzielle Folgen gerade kleine und mittlere Unternehmen empfindlich treffen können. „Umfassenden Schutz gegen solche Vermögensschäden bietet nur eine Vertrauensschadensversicherung“, so Groth.

Geradezu existenziell kann für viele Unternehmen die Absicherung des Ertragsausfalls sein, wenn der Betrieb etwa nach einem Brand oder einem Leitungswasserschaden einmal für mehrere Wochen stillstehen sollte. „Die Fixkosten laufen auch in ­einem solchen Ernstfall weiter und das Unternehmen muss alles ­daransetzen, schnell wieder an den Markt zurückzukehren“, warnt Guido Homberg, Technischer Underwriter und Firmenkunden-Manager bei der Münchener Verein Versicherungsgruppe. Eine Betriebsunterbrechungspolice sorgt dann für den dringend notwendigen finanziellen Rückhalt. Sie ersetzt nicht nur den entgangenen Gewinn, sondern übernimmt auch die Fortzahlung von Fixkosten wie Gehältern und Löhnen, Mieten und laufenden Zinsen.

Kleine Dinge,
große Wirkung

Vorsorge im Betrieb heißt aber auch, das Risiko von Schäden von vornherein so weit wie möglich zu minimieren. Die Versicherer bieten dabei ebenfalls Hilfestellung. „Wir unterstützen den Mittelstand beim Risiko­management und geben Tipps, wie man ohne großen Kostenaufwand vorbeugen kann“, so Homberg. Tatsächlich sind es ja in den meisten Fällen nur Kleinigkeiten, die Schlimmes verhindern: Ein Rauchverbot im Produktions­bereich beispielsweise oder gut verschlossene Brandschutztüren und die regelmäßige Wartung von Maschinen, eine risikomi­nimierende Lagerhaltung und nicht zuletzt die Sensibilisierung der Mitarbeiter für mögliche ­Gefahren gehören da­zu. Letztendlich hilft das auch, Kosten zu sparen. „Wenn die Schadensverhütungsmaßnahmen überzeugen, schlägt sich das in den Prämien nieder“, sagt Homberg.

Der Versicherer seinerseits will über die Bedürfnisse seiner mittelständischen Kunden stets auf dem Laufenden bleiben. Der Münchener Verein arbeitet deshalb auch eng mit den Innungen zusammen und kann deren ­Verbesserungsvorschläge in den Versicherungskonzepten berücksichtigen.

Norbert Hofmann


Artikel vom: 2012-10-06 10:47:00
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