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Die Qual der Wahl

Firmenchefs haben nicht zuletzt deshalb Erfolg, weil sie ihre persönliche Leistungskraft voll in den Betrieb einbringen. Umso wichtiger ist andererseits eine Vorsorge für den Krankheitsfall, die auf den individuellen Bedarf zugeschnitten ist. An Handlungsalternativen mangelt es nicht. Wer vor dem Schritt in die Selbstständigkeit einmal in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) eingezahlt hat, kann sich unter bestimmten Voraussetzungen dort auch weiter freiwillig versichern. Das bringt Vorteile wie etwa altersunabhängig stabile Beiträge oder die Einbeziehung von Familienmitgliedern in den Versicherungsschutz. Mehr Flexibilität hinsichtlich des Leistungsumfangs bieten die Tarife der privaten Krankenversicherung. Zwar gibt es auch da – allerdings ohne Mitversicherung der Kinder – relativ günstige Basistarife. Sie bieten jedoch nur einen der GKV vergleichbaren Grundschutz, der dem Vorsorgebedarf eines Selbstständigen meist nicht gerecht wird.

Erdrückende Fixkosten

Zu den besonderen Risiken von Firmenchefs gehört die Gefahr finanzieller Einbrüche bei gesundheitsbedingten Einschränkungen der Leistungsfähigkeit. „Gerade kleinere Unternehmen stehen still, wenn der Chef erkrankt ausfällt“, warnt Alexander Brams, Vorstandsmitglied der Nürnberger Krankenversicherung. Eine Lohnfortzahlung gibt es nicht, die Kosten für den Betrieb und die private ­Lebenshaltung laufen aber weiter. „Dementsprechend ist für diesen Personenkreis eine Krankentagegeld-Absicherung in ausreichender Höhe besonders wichtig“, sagt Brams. Er verweist zudem darauf, dass umfangreiche Leistungsvereinbarungen, beispielsweise unter Einbeziehung der Chefarztbehandlung, den Genesungsprozess und damit die Rückkehr des Unternehmers in die Zentrale der Firma beschleunigen können. Auch ausgewiesene Spezialisten, die allerdings oft mehr als die in der Gebührenordnung für Ärzte vorgesehenen Honorare in Rechnung stellen, ermöglichen häufig einen besseren Behandlungserfolg. Es ist deshalb eine Überlegung wert, solche höheren Abrechnungen ebenfalls in den Leistungskatalog einzubeziehen.

Zwei entscheidende Faktoren

Generell ist die Wahl des passenden Tarifs immer eine Frage des gewünschten Leistungsumfangs einerseits und der Prämien­höhe andererseits. Einzelne Versicherer bieten heute spezielle Komforttarife für Unternehmer an, bei denen eine verhältnismäßig hohe Selbstbeteiligung niedrigere und langfristig relativ stabile Beiträge ermöglicht. Allerdings gilt es auch, die fiskalischen Aspekte zu berücksichtigen. So sind seit dem Jahr 2010 die Krankenversicherungsbeiträge bis zur Höhe des in etwa den Leistungen der GKV entsprechenden Basisschutzes steuerlich unbegrenzt als Sonderausgaben absetzbar. „Bei einer ­hohen Selbstbeteiligung verzichtet man mög­licherweise darauf, den Staat am Versicherungsschutz zu beteiligen“, sagt Achim Boine, Leiter Produktmarketing Krankenversicherung bei der Signal Iduna.

Hinzu kommt: Für die Selbstbeteiligung werden bei der Versicherung keine Altersrückstellungen gebildet, was sich wiederum negativ auf die Prämienhöhe in späteren Jahren auswirkt. Auch mit Blick auf das erhöhte Krankheitsrisiko im Alter lohnt es sich, vorausschauend zu handeln. „Unternehmer sollten sich die Option sichern, den Versicherungsschutz zu bestimmten Terminen ohne zusätzliche Gesundheitsprüfung zu erhöhen“, rät Boine.

Norbert Hofmann


Artikel vom: 2012-10-23 11:51:00
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