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Günstiges Geld reicht Unternehmen die Hand

Die Energiewende wird kommen, daran hat in Deutschland wohl kaum jemand noch einen Zweifel. Das bedeutet aber auch: Strom wird teurer. Die Betriebe müssen deshalb ihren Verbrauch senken. Das Energieeffizienzprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) „reicht im Prinzip jedem Unternehmen die Hand“, bringt es Energie- und Managementberater Dr. Jürgen Steinmaßl auf den Punkt. Mittelständlern  winken derzeit Zinsen von lediglich 1 % – doch die Zeit drängt.

Wie lange diese traumhaften Konditionen noch Bestand haben, hängt vor allem von der Eurokrise und den Aktivitäten der Europäischen Zentralbank (EZB) ab. „Die EZB wird alles Notwendige tun, um den Euro zu erhalten. Und glauben Sie mir – es wird ausreichen“, hatte EZB-Chef Mario Draghi Ende Juli 2012 gesagt. Für viele Experten ist ­damit klar: Wenn es eng werden sollte, wirft der Italiener kurzerhand die Gelddruckmaschine an. Spätestens dann ist es vorbei mit den niedrigen Zinsen, ist sich Steinmaßl sicher. „Wer also Investitionen plant, sollte in den nächsten ein bis zwei Monaten – besser Wochen – alles in die Wege leiten“, sagt der Berater. „Die KfW Bank hat nun mehrmals hintereinander die Zinsen gesenkt, sodass wir nunmehr ein historisches Zinstief haben“, sagt Steinmaßl, dessen Engergieberatung zu den größten in Deutschland zählt.

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, das KfW-Programm zu nutzen: für eine Er­satz­investition, die mindestens eine Energieeinsparung von 20 % im Vergleich zu den Leistungswerten des Vorgängermodells haben muss, oder für eine Neuinvestition mit 15 % niedrigerem Energieverbrauch als der Durchschnitt der Branche. Ein Irrglaube vieler Unternehmer ist es, dass ein Nachfolgemodell unbedingt weniger Energie verbrauchen muss als die Vorgängermaschine, um für das Energieeffizienzprogramm infrage zu kommen. Das ist nicht so. „Es kann beispielsweise der Strombedarf pro ausgestanztes Stück als Basisgröße herangezogen werden“, sagt Steinmaßl. Somit greift das Programm bei praktisch jeder Neu- beziehungsweise Ersatz­investition, bei der die Produktivität höher ist. Der Berater kenne kein Unternehmen, das das Programm nicht nutzen konnte.

Erster Ansprechpartner für ein solches Vorhaben ist die Hausbank. Essenziell für einen erfolgreichen Antrag sei, dass das Institut seinen Job gut mache. „Eine sehr gute Bank erkennt man daran, dass sie von sich aus das Förderprogramm erwähnt, eine gute, wenn sie auf Nachfrage das Programm anspricht. Ansonsten sollte man sich eine neue Bank suchen“, sagt Steinmaßl, der für seine Verdienste bereits mit dem Bayerischen Löwen ausgezeichnet wurde.

Vom ersten Gespräch über die Erstellung eines Gutachtens, die Abwicklung mit der Förderbank bis zur letztendlichen Überweisung der Gelder vergehen rund sechs bis acht Wochen. Also Zeit, die vielleicht bald schon nicht mehr da ist. Um dann auch in den Genuss der 1 % Zinsen zu kommen, muss das Unternehmen mit einer A-Bonität ausgestattet sein. „Doch auch mit B oder C ist eine Investition noch sinnvoll“, erklärt Steinmaßl anhand der Zinsen von dann 1,25 % beziehungsweise 1,65 %. Für größere Investitionen empfiehlt der Experte eine längere Laufzeit von bis zu 20 Jahren, bei kleineren können es auch nur fünf oder zehn Jahre sein.

Julian Reusch


Artikel vom: 2012-09-10 14:59:00
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