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Die EKG-App

Das erste Medget war ein Blindenhund – nur kannte man damals den Begriff noch nicht. Heute gibt es bereits eine Reihe von medizinischen Gadgets – und es dürften bald noch viel mehr werden. Durch technologische Quantensprünge werden Geräte, die derzeit noch dem Arzt vorbehalten sind, in einer nicht allzu fernen Zukunft in die Hausapotheke passen. So manches wird auch am Arbeitsplatz eingesetzt werden oder macht den Besuch des Büros erst möglich.

Für Blinde gibt es mittlerweile schon viele Apps, die über die Straße helfen und noch viel mehr können. Einen ganz neuen Ansatz wählt die Sehhilfe VizWiz. Dabei handelt es sich um eine iPhone-Anwendung, die Nutzern mittels Crowdsourcing ermöglicht, visuelle Probleme zu lösen. Zum Beispiel wenn eine blinde Frau eine Suppe kochen will: Sie öffnet den Kühlschrank und findet drei Dosen mit ähnlicher Form, aber unterschiedlichem Inhalt. Welche enthält die Tomatensoße? Die Frau fotografiert die Dosen mit dem Handy und fragt dann das Netzwerk: Wo steht die Tomatensoße? Nach Angaben der Entwickler erhält sie binnen maximal einer Minute eine Antwort. Die App kann aber noch mehr. Sie liest E-Mail-Nachrichten vor und hat einen Farbdetektor, der bei der Abstimmung des Outfits hilft. Sie versteht die Speisekarte in Restaurants, erkennt das Ablaufdatum von Lebensmitteln sowie wichtige Straßenschilder. Die App ist seit Kurzem gratis im Apple-Store erhältlich.

Notfall oder Phantomschmerz?

Sogar zu einem EKG-Monitor kann das iPhone werden. Dafür braucht man nur ein kleines Zusatzteil, das auf dem Handy angebracht wird. So kann beispielsweise ein berufstätiger Herzkranker in Situationen, in denen er sich Sorgen wegen ungewöhnlicher Brustschmerzen macht, schnell ein Mini-EKG anfertigen. Er drückt sein iPhone auf die Haut und speichert die Aufzeichnung seiner Herztätigkeit mittels einer App. Diese Informationen kann er gegebenenfalls zu einem Arzt mailen, der die Daten darauf checkt, ob ein Notfall vorliegt.

Auch in ländlichen Räumen mit schlechter medizinischer In­frastruktur stellen Apps eine wirkungsvolle Hilfe dar. Für Menschen, die in Indien weit entfernt vom nächsten Arzt leben, hat die US-Technologiefirma Honeywell ein einfaches Offline-Tool entwickelt, mit dem man selbst Krankheiten diagnostizieren kann. Das schreibt das Zukunftsinstitut in „Healthness – die nächste Stufe des Megatrends Gesundheit“. Auf einer Drehschreibe sind verschiedene Ringe eingezeichnet, die Symptome und weitere Informationen auflisten. Die Diagnosen, die sich daraus ergeben, sind in einer Übersicht zusammengestellt. Auf diese Weise kann der Nutzer die mögliche Krankheit erkennen und erhält Empfehlungen zur Behandlung oder zu einem Arztbesuch.

Ein weiteres interessantes Produkt hat das US-Unternehmen Life Technologies entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Gerät, das Genome innerhalb eines Tages entschlüsselt und nur 1 000 US-Dollar kostet. Durch eine solche Analyse kann beispielsweise festgestellt werden, welche Medikamente einem Kranken effektiv helfen. Das Gerät, das nicht größer ist als ein herkömmlicher Drucker, weckt Hoffnungen auf eine radikale Veränderung der Medizin.

Elwine Happ-Frank


Artikel vom: 2012-09-16 12:53:00
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