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Weiß-blaues Rampenlicht

Bayern als Multiplikator deutscher Export-Produkte in die USA ist nichts Neues – Porschie, Bie Em Dabblju und Mörsiedis Bens sind nur Paradebeispiele. Eine weitere Verban­delung der Länder ist neben der Automobilindustrie aber auch die Filmbranche. Denn München ist in Hollywood nicht nur mit Luxusschlitten vertreten.

Ein Blick hinter die großen Leinwände der Welt zeigt die Verbindung zwischen Hollywood und München: Viele Filmkameras tragen den Schriftzug „ARRI“. Dahinter steckt die Münchner Unternehmensgruppe Arnold & Richter Cine Technik (Arri). Diese verleiht, produziert und vertreibt weltweit digitale und mechanische Geräte zur Filmherstellung. Kaum eine Produktion des ame­rikanischen Film-Epizentrums kommt ohne Technik aus dem Hause des Kameraspezialisten zustande.

Arri treibt die Standards der Filmproduktion mit seinen professionellen Kameras, LED-Beleuchtungssystemen und dem jewei­ligen Zubehör voran. Dieses Jahr entstand der dritte Teil von „Men in Black“ in 3D mit der Technik neuester Arri-Produkte, nachdem bereits „Die drei Musketiere“, „Wickie auf großer Fahrt“ und „Hugo“ mit der Arri Alexa in 3D gedreht wurden, sowie der neueste James Bond „Skyfall“. Auch Kassenschlager wie „King Kong“ oder „Inglourious Basterds“ wurden mit Arri-Kameras aufgenommen. Der Erfolg der Münchner Firma kann sich in Hollywood zeigen: 18 Oscars für Wissenschaft und Entwicklung hat Arri gewonnen.

Das Unternehmen wurde 1917 von August Arnold und Robert Richter in München gegründet. Im Jahr 1937 wurde die Arriflex auf den Markt gebracht. Die damals innovative Kamera hatte ihre Hollywood-Premiere 1947 beim Dreh von „Das unbekannte Gesicht“ mit Humphrey Bogart. Inzwischen konnten viele Neuheiten den Erfolg der alten Arriflex weiter steigern – stets auf dem technisch neuesten Stand.

Doch wie man so schön sagt: Konkurrenz belebt das Geschäft. In diesem Fall muss man nicht lange suchen, bis man in Otto­brunn bei München fündig wird. Hier befindet sich der Sitz von P + S Technik. Auch die Kameras aus dieser bayerischen Stube genießen weltweites Ansehen. Zu den Referenzen zählt der achtfach Oscar-prämierte Film „Slumdog Millionaire“ aus dem Jahr 2009, der für die beste Kamera­arbeit ausgezeichnet wurde.

Ein weiterer Münchner Meilenstein deutscher Filmgeschichte ist auch die Constantin Film AG, die im Jahr 1977 von dem 2011 verstorbenen Regisseur und Filme­macher Bernd Eichinger gekauft und neu erfunden wurde. Inzwischen ist die Firma ein erfolg­reiches Produktions- und Verleih­unternehmen der deutschen Filmbranche – und kann auch internationale Lorbeeren verbuchen: Das Filmspektakel „Resident Evil“ wurde von der Constantin Film produziert. Im September startete der fünfte Teil „Retribution“ als größter internationaler Start eines deutschen Films.

Die Bretter, die die Welt bedeuten, liegen zwar in Hollywood, die Technik dazu kommt aber aus München. Und so mancher Kinohit könnte künftig auch aus Bayern stammen. So relativieren sich die 9617 Kilometer, die zwischen den Zentren liegen, und bringen den Freistaat dem „American Way of Life“ ein Stück näher. Denn ganz großes Kino stammt nicht immer aus den USA.

Kathrin Hansel


Artikel vom: 2012-11-18 14:11:00
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