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Wiege der Banken

Dass die Fugger Privatbank einen Sinn für Tradition hat, versteht, wer ihre Geschichte kennt: Jakob Fugger, der berühmteste Vertreter der Handelsfamilie, unterhielt Wirtschaftsbeziehungen in ganz Europa. Der Baumwollhandel und Geschäfte in der Montanwirtschaft machten aus dem zehnten von elf Kindern einen der erfolgreichsten Geschäftsmänner der Geschichte. Von der Zentrale in der Augsburger Maximilianstraße aus – hier hat das Bankhaus noch heute seinen Sitz – hielt er die Fäden des Familienunternehmens fest in den Händen. 

Der Kaufmann trennte bald Geld- und Waren­ge­schäfte klar voneinander ab. Er handelte mit Finanzdienstleistungen und Münzen genauso wie zuvor mit Salz, Stoffen und Kupfer. 1486 dann wurde das Handelshaus des berühmten Augsburgers erstmals urkundlich als „Bank“ bezeichnet. Eine besondere Ehre war, dass Jakob bereits im Jahre 1500 in einer Niederlassung in Rom die Bankgeschäfte des Vatikans erledigte. Für die Päpste Julius II. und Leo X. prägte Fugger die „Zecca“, die römische Münze – und das mit dem Firmenzeichen der Augsburger, dem Dreizack mit Ring. 

Ihre Wurzeln hat sich die Fürst Fugger Privatbank bis ins 21. Jahrhundert bewahrt – sie ist aber dennoch immer mit der Zeit gegangen. Diese Mischung aus konservativer und kunden­orientierter Anlagepolitik mit Blick auf die Möglichkeiten der Märkte ist das Erfolgsmodell der Augsburger. Die Experten des Hauses stehen an allen Standorten – neben Augsburg auch Mannheim, Nürnberg, Köln, München und Stuttgart – Privat- und Firmenkunden zur Seite: von der Vermögensverwaltung bis zu Private Family Services.

Bei Weitem nicht so traditionsreich wie die Fürst Fugger Privatbank, aber nicht weniger erfolgreich ist die Augsburger Aktienbank (AAB). 1963 wurde das Institut aus der Taufe gehoben. Ursprünglich als Absatz-Kreditbank, später UTB Kreditbank, war sie die erste filiallose Direktbank der Bundesrepublik. Mitte der 80er-Jahre veränderte sich das Institut zu der Bank, die sie heute ist: Die Umwandlung in eine AG, die Namensänderung zur Augsburger Aktienbank und die Eröffnung des ersten Schalterbetriebs stellten die Weichen für eine schwäbische Erfolgs­geschichte.

Entspannt trotz Marktturbulenzen

Auch die AAB stellt sich mit innovativen Produkten und Services immer wieder auf neue Herausforderungen der Zeit ein. Mit dem dynamischen Limit­order­system beispielsweise reagiert das Institut auf das zunehmende Sicherheitsbedürfnis seiner Kunden. Denn die Zeiten, in denen man erworbene Aktien ruhigen Gewissens in den Tresor legen und sich über eine konstante Wertsteigerung freuen konnte, sind vorbei. Mit den vollautomatisierten Limitorder-Funktionalitäten für Investmentfonds im außerbörslichen Handel können Kunden eine Verkaufsorder limitieren, mit einem „Stop-Loss“ versehen oder eine „Trailing Stop Order“ beauftragen. Diese Trailing Stop Order ist so konzipiert, dass die Limitgrenze bei steigenden Kursen aktiv nach oben mitwandert und erst bei Kursrückschlägen zum Einsatz kommt. Feste Limitkurse können ebenso definiert werden wie prozentuale Kursvorgaben. 

Ein jahrzehntelanger und beliebter Partner in der Region ist auch die zur genossenschaftlichen Finanzgruppe gehörende Augusta-­Bank. Gerade das Geschäftsmodell, Einlagen lokal hereinzunehmen und diese als Kredite an die heimische Wirtschaft auszureichen, ist für den Standort von besonderer Bedeutung. Das Institut zählt mit knapp 35 000 Teilhabern zu den größten Mitgliedervereinigungen der Region. „Unsere Mitglieder sind uns nicht nur als Kunden wichtig, vielmehr sollen sie auch von den gemeinsamen Erfolgen in, für und mit der Region profitieren“, betonte Heinrich Stumpf, Vorstandsmitglied der Augusta-Bank.

Fest mit der Region verankert ist auch die Stadtsparkasse Augsburg. Das Institut verbuchte im abgelaufenen Geschäftsjahr das beste Ergebnis seiner Geschichte. „Unser auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Geschäftsmodell hat sich bewährt“, kommentiert Rolf Settelmeier, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Augsburg, das Erfolgsgeheimnis. Es ist das dritte Jahr in Folge, in dem das Institut beim Betriebsergebnis vor Bewertung seine eigene Bestmarke knackt.

Constanze Meindl


Artikel vom: 2012-07-17 15:57:00
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