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Augsburger Aussichten

WirtschaftsKurier: Herr Thiel, Sie sind als Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH Mitgestalter der Standort-Marketinginitiative im Wirtschaftsraum Augsburg. Welches Konzept steckt genau hinter der Initiative A³?

Andreas Thiel: Formal ist A³ ein regionaler Zusammenschluss der Stadt Augsburg und der benachbarten Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg zur gemein­samen Standortentwicklung. Dafür wurde 2009 die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH gegründet. Sie betreibt die Standort-Marketinginitiative A³, mit der die wesentlichen Kompetenzfelder des Wirtschaftsraums Augsburg ­bundesweit vorgestellt werden.

Welchen Vorteil erreicht man durch den Zusammenschluss von mehreren Landkreisen zu einem Wirtschaftsraum?

Hier geht es natürlich darum, Ressourcen und Stärken zu bündeln, wie etwa im Bereich Faserverbundtechnologie. Dabei ergänzen sich zum Beispiel die großen Player, die im Landkreis und in der Stadt Augsburg ihren Unternehmenssitz haben, bestens. Darüber hinaus geht es auch ­darum, dass die drei Partner gemeinsam eher große Projekte und Aufgaben im Bereich der Wirtschaftsförderung stemmen können, als das ein ­Einzelner könnte.

Derzeit entsteht der Augsburg Innovationspark. Was steckt genau hinter dem Projekt?

Der Augsburg Innovationspark ist in meinen Augen das Zukunfts­projekt für die Region, ein Schlüsselprojekt, das die Zukunft sichert. Er soll zu einem Zentrum für ­Ressourceneffizienz von europä­ischem Rang werden. Wir haben zwei Fraunhofer-Forschergruppen und das DLR mit einem Institut mit Kompetenzen rund um die Themen Leichtbau, Faserverbundtechnologie, Maschinenbau, Automotive, Aerospace gewinnen können. Das korrespondiert natürlich sehr stark mit den Kompetenzfeldern der Region – hier befruchten sich Wissenschaft, Forschung und Unternehmen. An der Universität haben wir zusätzlich Kompetenzen in den Bereichen Ressourcenstrategie und Ressourceneffizienz, die sich im neu ­gegründeten Institut für Materials Resource Management niederschlagen. Von daher werden wir rund um diese Themen zu einem Know-how-Zentrum, das sicherlich große Bedeutung weit über den Freistaat Bayern hinaus hat. Hierzu wird es ein Technologiezentrum geben mit dem Ziel, dass Unternehmen das Know-how im Bereich der Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen nutzen können – quasi die räumliche Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Forschung.

Wie entstand die Idee zum Augsburg Innovationspark?

Das Konzept entstand in der Zusammenarbeit zwischen kommunaler Wirtschaftsförderung, Kammern, Netzwerken wie dem Carbon Composites e. V. und Unternehmen. Bereits vor Jahren haben sich auf Einladung der Stadt Augsburg Firmen mit Kammer-, Netzwerk- und Cluster-Vertretern zusammengesetzt, um zu ermitteln, wie man die Zukunft des Produktionsstandorts Augsburg sichern kann. Dabei haben sich die Themen Faserverbundtechnologie und Automatisierung als erste Schwerpunkte herauskristallisiert. Letztlich sind mit Unterstützung des Freistaats Bayern daraus die Ideen der Ansiedlung von Fraunhofer und DLR entstanden.

Basierend auf diesen Schwerpunkten hat so das Konzept Innovationspark Form angenommen?

Mit der Frage „Was kann man damit noch alles verknüpfen?“ und der räumlichen Frage „Wo?“ entstand dann die Idee eines Inno­vationsparks. Dieser Innovationspark ist auch genau das, was der Name sagt – kein besseres Gewerbe- oder Industriegebiet: Es wird dort keine Produktion stattfinden, sondern wirklich Forschung und Entwicklung. Es wird ökologisch und architektonisch ein sehr hochwertiges Gebiet.

Wo sehen Sie den Standort Augsburg in zehn Jahren?

Hier nenne ich das Schlagwort „Zentrum für Ressourceneffizienz“. Im Moment formulieren wir den Anspruch, dass wir in ei-nem ersten Schritt mindestens deutschlandweit als solches angesehen werden. Das ist für mich ein entscheidender Meilenstein, denn das heißt auch, dass wir es schaffen müssen, beispielsweise Fachveranstaltungen wie ­wissenschaftliche Tagungen und Kongresse zu diesem Themenkreis sowie etwa eine Messe im Bereich der Ressourceneffizienz am Standort zu etablieren, um das Thema immer mit dem Namen Augsburg zu verbinden. Augsburg gleich Ressourceneffi­zienz, so muss es dann heißen!

Das Interview führte
WIKU-Mitarbeiterin
Kathrin Hansel


Artikel vom: 2012-07-23 15:46:00
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