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Nachfolge mit Herz

Ruhestand: Den passenden Nachfolger zu finden, ist eine schwierige Aufgabe. Was man über Jahrzehnte aufgebaut hat, will man in guten Händen wissen – doch leider findet sich nicht immer die passende Lösung. In diesem Fall bietet sich eine Stiftung an – mit der man auch noch Gutes tun kann.

Firmengründer oder Inhaber von Familienunternehmen stehen bei der Planung ihres Ruhestands häufig vor dem Dilemma, keinen geeigneten Nachfolger in ihrem näheren Umfeld zu finden. So manchem bricht dies schier das Herz, da das Unternehmen stets „das Baby“ und damit Dreh- und Angelpunkt im Leben des Unternehmers gewesen war. Hinzu kommt die Sorge um die Mitarbeiter, die Firmeninhaber auch in Zukunft in guten Händen wissen wollen.

Ist das Thema für jede Einzelperson betrachtet auch noch so besonders, so sind doch das Loslassen und die Übergabe ­eines Unternehmens an andere ein ganz normaler zyklischer Vorgang. Nach Berechnungen des Instituts für Mittelstands­forschung (IfM) in Bonn, steht bis 2014 in etwa 100 000 von insgesamt rund 3,5 Mio. deutschen Familienunternehmen die Nachfolge an. 1,4 Mio. Beschäftigte werden also in Kürze einen neuen Firmenchef bekommen.

So weit die nüchternen Fakten. Emotionen kommen jedoch ins Spiel, wenn niemand zur Verfügung steht, dem der Unternehmer beruhigt die Geschicke seiner Firma anvertrauen kann. Horst Erhardt – einer der Gründer des Bunten Kreises, einer an der Augsburger Kinder­klinik seit 1994 tätigen Nachsorgeeinrichtung für Familien mit schwerst- und chronisch kranken Kindern – kennt diese Nöte aus vielen Gesprächen mit Unternehmern. Sein Lösungsvorschlag für zunächst unlösbar scheinende Entscheidungs­situationen hat etwas Sinnstiftendes sowie Zukunftsicherndes für das Unternehmen und die Mitarbeiter: die Einlage des Unternehmens in Form einer Stiftung in eine Stiftergemeinschaft.

„CSR in Reinkultur“

Das Unternehmen bleibt bei diesem Modell erhalten, sein Ertrag fließt zweckgebunden einem sozialen Zweck – beispielsweise den vom Bunten Kreis über­nommen Nachsorgeaufgaben für schwer kranke Kinder – zu. Über die langfristig gesunde Weiterentwicklung des Unternehmens wacht eine wie ein Aufsichtsrat funktionierende, hochprofessionell besetzte Managementgruppe unter dem Dach der Stifter­gemeinschaft. Vorstellbar wäre auch das Mitwirken eines Unternehmensvertreters in dieser Managementgruppe, erläutert Erhardt. Seinen Erfahrungen zu­folge wirken sich sinnstiftende Konstruktionen wie die Stifter­gemeinschaft sehr vorteilhaft auf das Unternehmensimage und damit auch auf die wirtschaftliche Entwicklung der Firma aus. „Das ist CSR in Reinkultur“, ­betont Erhardt.

Und davon pro­fitieren bekanntlich nicht allein diejenigen, denen durch das Unternehmens­engagement geholfen wird. Mit der Kreissparkasse Augsburg ist der Bunte Kreis vor 14 Jahren eine Offene Stifter­gemeinschaft eingegangen, an der sich jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten finanziell oder persönlich beteiligen kann. Wenn es nach Erhardt ginge, soll dieser Weg mit dem Modell, in das sich ganze Unternehmen einbringen können, zum Wohle der Gesellschaft auf einer noch effizienteren Ebene weiter beschritten werden.

Astrid Schüler


Artikel vom: 2012-06-26 11:42:00
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